Datenschutz vs. Jugendschutz

Einleitung

Derzeit ist seit mehreren Monaten eine Umstrukturierung von Erwachsenen-Bewegtbildproduktionen im Gange. Genauer gesagt: Websites wie Pornhub, Redtube und Co. laufen in Frankreich und einigen US-Bundesstaaten schon unter strengeren Alterskontrollen. Teilweise läuft es über das Vorzeigen eines biometrischen Ausweises oder andere vergleichbare Verfahren.

Pornhub ist eine der größten genannten Plattformen. Betreiber stehen unter Druck, weil sie sensible Nutzerdaten abfragen müssen für die neuen Regelungen. Ein Dilemma über Datenschutz, Verantwortung und Jugendschutz.

Anlass und Hintergrund

Ein konkreter Auslöser war ein neues Gesetz in Frankreich, das pornografische Websites dazu verpflichtet, das Alter ihrer Besucher eindeutig zu überprüfen und nicht mehr nur durch ein simples "Ja, ich bin über 18" anzuklicken, sondern durch einen tatsächlichen Identitätsnachweis. Auch in mehreren US-Bundesstaaten wie Florida oder Utah wurden ähnliche Gesetze eingeführt.

Die EU geht noch einen Schritt weiter und will eine datenschutzfreundliche Alterscheck-App einführen. Gleichzeitig laufen Ermittlungen gegen große Seitenbetreiber, weil sie bisher keine ausreichenden Schutzmaßnahmen vorweisen können. Die Debatte hat damit ein neues Level erreicht, denn es geht nicht nur um Jugendschutz, sondern auch um digitale Grundrechte, Datenschutz und die Verantwortung großer Unternehmen, welche diese Filme zur Verfügung stellen.

Reaktion der Plattformen

Viele der großen Plattformen zeigen starke Ablehnung. Ihr Argument ist: Es sei datenschutzrechtlich bedenklich, die Ausweisdokumente und biometrische Daten anzunehmen. In Frankreich und den zuvor genannten US-Bundesstaaten äußert man sich, indem man die Zugänge zur Website derzeit komplett sperrt.

Die Betreiber der Plattformen schlagen ein sogenanntes "Doubleblind"-Verfahren vor. Das bedeutet, es soll durch Drittanbieter geprüft werden, denn dadurch landen die Daten nicht direkt bei den Pornoseiten.

Datenschutz Gefahr

Viele Nutzer sorgen sich, dass sie beim Hochladen eines Ausweises oder bei der Angabe persönlicher Daten wie Geburtsdatum, Gesichtserkennung oder Kreditkarteninformationen dauerhaft Spuren hinterlassen.

Datenschützer warnen davor, dass diese Daten missbraucht werden können, wenn die Betreiber der Plattformen nicht transparent mit dem Umgang der Daten sind.

Zwar gibt es Ansätze, die Verifikation anonymisiert über Drittanbieter durchzuführen („Double-Blind-Verfahren“), doch diese sind technisch aufwendig und noch nicht überall verfügbar. Solange keine datenschutzfreundlichen Lösungen flächendeckend eingesetzt werden, bleibt die Angst vor einem Verlust der Privatsphäre berechtigt.

Fazit und eigene Meinung

Die Maßnahme, eine echte Altersbeschränkung einzuführen, ist eine wichtige und gute Idee. Derzeit kann man durch einen Klick angeben, dass man über 18 ist. Das kann man logischerweise auch schon unter 18. Wenn Jugendliche sich diese Inhalte uneingeschränkt angucken können, hat es nachträgliche Probleme auf das Sexualleben, was dringend eingedämmt werden sollte.

Des Weiteren finde ich auch, dass die Maßnahmen in dem Sinne bedenklich sind, als dass die sensiblen Daten einfach im Internet kursieren.

Ich denke niemand würde wollen, dass so manche Vorlieben im Internet sind.